Der Hammerzeh

Von einem Hammerzeh spricht man, wenn sich durch ein Ungleichgewicht von Sehnen und Muskeln der Zeh dauerhaft im Mittelgelenk beugt, wodurch er seine natürliche Stellung verliert. Häufig treten Hammerzehen gemeinsam mit einem Spreizfuß oder Hallux valgus auf. Anfangs lässt sich die Fehlstellung oft noch ausgleichen, im weiteren Verlauf versteift der Zeh jedoch zunehmend. Typische Beschwerden sind Druckstellen, Hühneraugen, Schmerzen beim Gehen sowie Probleme beim Tragen von Schuhen. Eine frühzeitige Diagnose und eine individuell abgestimmte Behandlung können dazu beitragen, Beschwerden zu lindern, die Fußfunktion zu erhalten und ein Fortschreiten der Fehlstellung zu vermeiden.

Die Behandlung von Hammerzehen zählt zu den besonderen Schwerpunkten von Dr. Michel Chraim. Als erfahrener Fuß- und Sprunggelenksspezialist verfügt er über umfassende Erfahrung in der konservativen und operativen Korrektur von Zehenfehlstellungen. Je nach Ausprägung der Fehlstellung und Ihren individuellen Beschwerden wird ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept erstellt – natürlich mit dem Ziel, die natürliche Zehenstellung und eine möglichst schmerzfreie Funktion des Fußes wiederherzustellen.

Behandlung des Hammerzehen

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Fehlstellung und den bestehenden Beschwerden. In frühen Stadien können konservative Maßnahmen wie geeignetes Schuhwerk, individuell angepasste Einlagen, Zehenorthesen, Physiotherapie und gezielte Übungen zur Entlastung beitragen und Beschwerden lindern. Ist die Fehlstellung bereits ausgeprägt oder bestehen anhaltende Schmerzen, kann eine Operation sinnvoll sein. Je nach Befund kommen moderne, möglichst gewebeschonende Operationsverfahren zum Einsatz, um die Stellung der Zehen zu korrigieren, Druckstellen zu beseitigen und die Fußfunktion nachhaltig zu verbessern.

Fußmodell, an dem ein Hammerzeh gezeigt wird

Ablauf einer Operation des Hammerzeh

Im Falle einer OP werden je nach Befund verkürzte Sehnen oder Bänder ausgeglichen und knöcherne Fehlstellungen korrigiert. In manchen Fällen wird ein kleiner Knochenanteil entfernt oder das Zehengelenk begradigt und vorübergehend mit einem feinen Draht oder einem modernen Implantat stabilisiert. Dabei kommen möglichst gewebeschonende Operationstechniken zum Einsatz.

Nach der Operation kann der Fuß in der Regel mit einem speziellen Vorfußentlastungsschuh frühzeitig belastet werden. Regelmäßige Kontrollen sowie eine individuell abgestimmte Nachbehandlung unterstützen den Heilungsverlauf und tragen dazu bei, die Beweglichkeit und Funktion des Zehs bestmöglich wiederherzustellen.

Risiken

Wie bei jedem operativen Eingriff lassen sich jedoch allgemeine Risiken wie Schwellungen, Blutergüsse, Wundheilungsstörungen, Infektionen oder vorübergehende Gefühlsstörungen nicht vollständig ausschließen. In seltenen Fällen können Restbeschwerden oder erneut auftretende Fehlstellungen entstehen. Durch eine sorgfältige Operationsplanung, die langjährige Erfahrung von Herrn Dr. Chraim und eine konsequente Nachbehandlung lassen sich diese Risiken in der Regel deutlich minimieren.

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Dr. Elissa Harik-Chraim

OA Dr. Chraim im Fußzentrum