
OA Dr. Michel Chraim
Facharzt für Orthopädie & Orthopädische Chirurgie | Wahlarzt und KFA

Morton-Neurom – Behandlung
Bei OA Dr. Michel Chraim in Wien
Das Morton-Neurom ist eine schmerzhafte Reizung beziehungsweise Verdickung eines Zehennervs im Vorfuß, meist zwischen dem dritten und vierten Zeh. Durch wiederholten Druck oder eine Einklemmung des Nervs können Schmerzen im Vorfuß und in den Zehen entstehen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung können dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern und einen operativen Eingriff häufig zu vermeiden.
Die Diagnostik und Behandlung des Morton-Neuroms zählt zu den Schwerpunkten von Dr. Michel Chraim. Als Fuß- und Sprunggelenksspezialist verfügt er über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Erkrankungen der feinen Nervenstrukturen des Fußes.
Morton-Neurom – Symptome
Die typischen Symptome eines Morton Neuroms sind brennende oder stechende Schmerzen im Vorfuß, die häufig zwischen dem dritten und vierten Mittelfußknochen auftreten und oft bis in die Zehen ausstrahlen. Außerdem können Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Zehen können. Viele Betroffene beschreiben das Gefühl eines Steins im Schuh. Auch Kribbeln, Taubheitsgefühle oder elektrisierende Schmerzen in den Zehen können auf ein Morton-Neurom hinweisen. Die Beschwerden bei einem Morton-Neurom zeigen sich häufig zunächst bei Belastung oder beim Tragen enger Schuhe und können in Ruhe oder nach dem Ausziehen der Schuhe wieder nachlassen. Bei länger bestehender Reizung können die Schmerzen jedoch häufiger oder stärker auftreten.
Beschwerden im Vorfuß können jedoch unterschiedliche Ursachen haben. Auch Veränderungen und Fehlstellungen wie ein Spreizfuß, Hallux valgus oder Hammerzehen können mit Schmerzen und Druckbeschwerden im Vorfuß einhergehen.
Behandlung des Morton-Neuroms
Die Behandlung eines Morton-Neuroms richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden und dem individuellen Befund. Zunächst kommen konservative Maßnahmen wie eine Anpassung des Schuhwerks, individuell angepasste Einlagen, Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente oder gezielte Infiltrationen zum Einsatz.
Führen diese Behandlungen nicht zu einer ausreichenden Besserung oder bestehen die Beschwerden dauerhaft fort, kann eine Operation sinnvoll sein. Ziel des Eingriffs ist es, die Ursache der Beschwerden zu beseitigen und die Belastbarkeit des Vorfußes wiederherzustellen.

Diagnostik des Mortom-Neuroms
Die Diagnose eines Morton-Neuroms beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über die Beschwerden und einer sorgfältigen klinischen Untersuchung des Fußes. Dabei wird der Vorfuß gezielt abgetastet, um die schmerzhafte Stelle zwischen den Mittelfußknochen zu lokalisieren. Durch Druck auf den betroffenen Zwischenzehenraum und eine seitliche Kompression des Vorfußes lassen sich die typischen Beschwerden häufig auslösen. Ein sogenanntes Mulder-Zeichen bzw. Mulder-Klick kann einen zusätzlichen Hinweis auf ein Morton-Neurom geben.
Da Vorfußschmerzen und Metatarsalgie unterschiedliche Ursachen haben können, ist eine genaue Abgrenzung zu anderen Erkrankungen wichtig. Dazu zählen beispielsweise Veränderungen der Mittelfußknochen und Zehengelenke, eine Instabilität der Plantarplatte, Arthrose, Stressfrakturen oder andere Ursachen einer mechanischen Metatarsalgie.
Zur weiteren Diagnostik des Morton-Neuroms kann eine Ultraschalluntersuchung des Vorfußes eingesetzt werden. Damit lassen sich Veränderungen des interdigitalen Nervs und des umgebenden Weichteilgewebes beurteilen. Bei unklaren Beschwerden oder zur Abklärung anderer Ursachen kann zusätzlich eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Fußes sinnvoll sein. Ein Röntgenbild zeigt das Morton-Neurom selbst nicht, kann jedoch helfen, knöcherne Veränderungen und andere Ursachen der Vorfußschmerzen auszuschließen. Entscheidend für die Morton-Neurom-Diagnose ist daher die Zusammenschau aus Beschwerden, klinischer Fußuntersuchung und – wenn erforderlich – bildgebender Diagnostik.

Ablauf einer Morton-Neurom- Operation
Ist eine Operation des Morton-Neuroms erforderlich, wird das geeignete Verfahren individuell nach dem Befund ausgewählt. Ziel des Eingriffs ist es, die Ursache der Beschwerden dauerhaft zu beseitigen und den betroffenen Nerv zu entlasten oder – falls erforderlich – das veränderte Nervengewebe schonend zu entfernen. Dabei kommen moderne, möglichst gewebeschonende Operationstechniken zum Einsatz.
Nach dem Eingriff wird der Fuß für kurze Zeit entlastet und die Belastung schrittweise wieder aufgebaut. Regelmäßige Kontrollen begleiten den Heilungsverlauf.
Risiken
Wie jeder operative Eingriff ist auch die Operation eines Morton-Neuroms mit allgemeinen Risiken wie Schwellungen, Blutergüssen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen verbunden. Da der Eingriff im Bereich eines Nervs erfolgt, können vorübergehende oder selten auch anhaltende Gefühlsveränderungen im Zehenbereich auftreten. In seltenen Fällen bleiben Beschwerden bestehen oder treten erneut auf. Durch eine sorgfältige Operationsplanung, präzise Operationstechniken und eine konsequente Nachbehandlung lassen sich diese Risiken in der Regel deutlich reduzieren.
Weitere Behandlungsorte
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