Beschwerden der Achillessehne

Die Achillessehne ist fürs Gehen unverzichtbar und teilweise wirken enorme Kräfte auf diese Sehne.
Durch Überlastung, Fehlstellungen oder auch durch eine plötzliche starke Krafteinwirkung kann es zu Reizungen, Entzündungen, zu einer schmerzhaften Achillessehnen-Tendinopathie oder sogar zu einem Achillessehnenriss kommen. Typische Beschwerden sind dann Schmerzen, Schwellungen und eine eingeschränkte Belastbarkeit, die die Mobilität deutlich beeinträchtigen können. Die Schmerzen kommen oft auch von der Haglund Exostose – eine Verkalkung oder Verknöcherung am unteren Bereich der Achillessehne. Eine frühzeitige Diagnose und eine individuell abgestimmte Behandlung können dazu beitragen, Schmerzen zu lindern, die Funktion der Achillessehne wiederherzustellen und dauerhafte Schäden zu vermeiden.

Behandlung der Achillessehne

Der erfahrene Fußexperte Dr. Michel Chraim begleitet Sie gerne bei all Ihren Problemen mit der Achillessehne. Die Behandlung von Achillessehnenbeschwerden richtet sich nach der Ursache und dem Ausmaß der Beschwerden. Bei einer Achillessehnen-Tendinopathie, aber auch beim Achillessehnenriss können – abhängig von Alter, Aktivitätsniveau oder Ausmaß der Verletzung – konservative Maßnahmen häufig zu einer nachhaltigen Besserung führen. Falls Physiotherapie, individuell angepasste Einlagen und die Stoßwellentherapie nicht zum gewünschten Erfolg führen oder liegt bereits ein Achillessehnenriss bzw. eine ausgeprägte Schädigung der Sehne vor, können minimalinvasive oder operative Verfahren nötig sein.

Wissenschaft & Forschung

Dr. Michel Chraim war Erstautor einer wissenschaftlichen Untersuchung zu einer minimalinvasiven, endoskopisch unterstützten Operationstechnik bei nicht-insertionaler Achillessehnen-Tendinopathie. Die untersuchte Methode ermöglicht einen gewebeschonenden Eingriff mit kleinen Zugängen und kann ambulant unter Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Zur Publikation in „Foot & Ankle Specialist“

Diagnose der Erkrankungen an der Achillessehne

Die Diagnose von Achillessehnen-Beschwerden beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über Art, Dauer und Verlauf der Schmerzen sowie einer klinischen Untersuchung der Achillessehne. Dabei werden unter anderem Druckempfindlichkeit, Schwellungen, Beweglichkeit und Belastbarkeit beurteilt.

Zur genaueren Abklärung können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt werden. Sie ermöglichen es, Veränderungen der Sehne genauer zu beurteilen und beispielsweise zwischen Beschwerden am Sehnenansatz und Veränderungen im mittleren Bereich der Achillessehne zu unterscheiden.

Ablauf – Achillessehnen-Operation

Das Verfahren der Achillessehnen-Operation richtet sich nach der Art und dem Ausmaß der Verletzung. Bei einem frischen Achillessehnenriss werden meist die gerissenen Sehnenenden über einen kleinen Hautschnitt oder mithilfe einer minimalinvasiven Technik wieder miteinander verbunden. Liegt eine chronische Schädigung oder ein älterer Riss vor, kann eine Rekonstruktion der Achillessehne notwendig sein. Dabei werden – je nach Befund – geschädigte Sehnenanteile entfernt, die Sehne verstärkt oder mit körpereigenem Sehnengewebe rekonstruiert.

Nach der Operation wird der Fuß zunächst in einer speziellen Orthese oder einem Spezialschuh ruhiggestellt. Anschließend beginnt eine individuell abgestimmte Rehabilitation mit Physiotherapie, um Beweglichkeit, Kraft und Belastbarkeit schrittweise wiederherzustellen. Die vollständige Heilung der Achillessehne benötigt in der Regel mehrere Monate.

Wie jeder operative Eingriff ist auch eine Achillessehnen-Operation mit gewissen Risiken verbunden. Dazu zählen Wundheilungsstörungen, Infektionen, Nachblutungen, Schwellungen sowie Verletzungen kleiner Hautnerven mit vorübergehenden oder selten auch anhaltenden Gefühlsstörungen. In seltenen Fällen kann es zu einer erneuten Ruptur der Achillessehne, einer verlängerten Heilungsphase oder einer eingeschränkten Kraftentwicklung kommen. Durch eine sorgfältige Operationsplanung, moderne gewebeschonende Techniken und eine konsequente Nachbehandlung können man diese Risiken verringern.

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Dr. Elissa Harik-Chraim